Was bedeuten die Zahlenangaben bei Zielfernrohren?

Bei jedem Zielfernrohr der Markenhersteller findet man neben der Hersteller- und Typenbezeichnung auch immer eine Zahlenkombination, die auf den ersten Blick bei Laien schnell für Verwirrung sorgen kann. In der Regel setzt sich die Zahlenfolge immer aus zwei Teilen zusammen – einer Bereichsangabe vor dem „x“ und einer weiteren Zahl nach dem „x“. Hier zwei Beispiele: Swarovski Z8i 2,3-18x56 und Leica Magnus 1-6,3x24

Die ersten Zahlen geben die Vergrößerung eines Zielfernrohrs an

Der erste Teil der Zahlenfolge vor dem „x“ gibt bei Zielfernrohren die Vergrößerung an, so dass dem genannten Swarovski Z8i eine 2,3 bis 18 fache Vergrößerung wählbar ist. Gerade große Vergrößerungen werden in der Regel für große Distanzen benötigt, so dass man an dem Bereich der Vergrößerung einen ersten Hinweis darauf bekommt, für welche Verwendung das jeweilige Zielfernrohr geeignet ist – im Fall des Swarovski Z8i ist der Vergrößerungsbereich sehr groß, so dass man hier von einem Long-Range-Glas spricht. Das oben genannte Leica bietet ein 1 bis 6,3 fache Vergrößerung. Diesen Vergrößerungsbereich findet man klassischerweise bei Zielfernrohren für die Drückjagd.

Die letzte Zahl ist der Objektivdurchmesser

Neben dem Vergrößerungsbereich wird bei einem hochwertigen Zielfernrohr auch noch eine weitere Kennzahl angegeben – der Durchmesser des Objektivs, gemessen in Millimetern. Wenn man wieder die beiden oben genannten Beispiele heranzieht, hat das Swarovski Z8i einen Objektivdurchmesser von 56mm und das Leica Magnus einen Objektivdurchmesser von 24mm. Der Durchmesser des Objektivs hat auf der einen Seite einen Einfluss auf die Ausmaße eines Zielfernrohrs, so dass bei besonders kompakten Zielfernrohren auch ein kleinerer Objektivdurchmesser sinnvoll ist. Gerade wenn es um das schnelle Anvisieren und Schießen geht, ist eine kompakte Bauweise von Bedeutung. Drückjagdgläser haben daher in der Regel vergleichsweise kleine Objektivdurchmesser (von 24-30mm). Des Weiteren hat der Objektivdurchmesser einen signifikanten Einfluss auf die Lichtstärke eines Zielfernrohrs. Je größer ein Objektiv ist, desto lichtstärker ist es und man kann auch bei schlechteren Lichtverhältnissen einen sicheren Schuss abgeben. Zielfernrohre für die Ansitz- und Pirschjagd haben daher in der Regel größere Objektive, um auch bei schlechten Lichtverhältnissen gute optische Leistungen zu bieten. Klassische Drückjagd findet normalerweise über Tag bei sehr guten Lichtverhältnissen statt, so dass die Lichttransmission bei Drückjagdgläsern keine große Rolle spielt.